Was wir glauben
und
wie wir leben

Eine Erklärung der Christlichen Gemeinschaft
von Elmendorf in Minnesota

2007

Wir glauben an Gott den Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen einzigen Sohn, unseren Herrn, der durch den Heiligen Geist empfangen wurde, geboren von der Jungfrau Maria. Er litt unter Pontius Pilatus, wurde gekreuzigt, starb und stieg in die Hölle hinab. Am dritten Tag auferstand er von den Toten, stieg empor in den Himmel, wo er zur Rechten Gottes des Vaters sitzt, und von wo er kommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten.

Wir glauben an den Heiligen Geist, die heilige, ungeteilte Gemeinde Christi, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung des Leibes und ein ewiges Leben. Amen.

Gott und Mensch

Wir glauben, daß Gott uns mit der Erde, den Himmeln und allen Lebewesen vollkommen geschaffen hat. Wir haben jedoch unsere Vollkommenheit durch Ungehorsam ihm gegenüber verloren. Wenn wir jetzt nicht an seinen Sohn, Jesus Christus, glauben, den er gesandt hat, um uns zu lehren und zu erlösen durch seinen Tod am Kreuz, – wenn wir ihm nicht folgen und uns dem Leib der Gläubigen auf der Erde anschließen – sind wir für Gott unbrauchbar, und er wird uns in den Feuersee (die Hölle) werfen.

Das Reich Gottes

Durch Buße und Aufgabe unserer Sünden, durch Glauben, durch den Geist Gottes, der auf uns kommt und uns neues Leben mit dem von den Toten auferstandenen Jesus gibt, dürfen wir durch die schmale Pforte in sein Reich eintreten. Mit ihm dürfen wir Erben des ewigen Lebens werden und die Verheißung empfangen, mit ihm zu herrschen – nach der Wiederherstellung aller Dinge – in neuen Himmeln und einer neuen Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt.

Wir erkennen, daß das Reich Gottes (das himmlische Königreich) jetzt schon auf Erden vorhanden ist in der friedlichen Gemeinschaft der Heiligen. Wo immer Männer und Frauen, die an Jesus glauben und ihm folgen – das heißt, wo alte Menschen, junge Menschen und Kinder in Frieden und Einheit miteinander leben, wo immer sie sich selbst für andere hingeben wie Jesus sich für sie hingab – kommt sein Königreich zu uns. Wir glauben jedoch, daß es in unaussprechlich größerer Macht und Herrlichkeit kommen wird, wenn Jesus selbst wiederkehrt. Wir geben uns und alles, was wir besitzen, der Verkündigung des Evangeliums seines Königreiches hin und erwarten, in Ewigkeit mit Jesus in seinem himmlischen Licht und seiner himmlischen Liebe zu leben, zu arbeiten, und anzubeten.

Wir lieben unseren Führer, unseren Helden Jesus, weil er Satan überwunden und uns das ewige Leben gegeben hat. Wir wollen mit ihm kämpfen, ihm bei jedem Schritt folgen, uns von ihm mit dem Heiligen Geist erfüllen lassen, damit wir überwinden können. Wir stehen mit allen zusammen, die erklären, für Jesus zu sein in Wort und Lebenswandel, und für sein Reich auf der Erde zu kämpfen (wobei unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut, sondern ein Kampf des Geistes ist).

Taufe

Wir erklären unsere Unterordnung unter Christus und sein Reich durch mündliches Zeugnis, durch die Wassertaufe, und dadurch, daß wir unseren Wandel mit ihm Tag für Tag rein halten, bis dieses Leben vorüber ist.

Wie die Taufe durchgeführt wird (auf welche Weise), oder durch wen, ist uns nicht so wichtig. Wir nehmen jede Wassertaufe, die auf Bekenntnis des Glaubens ausgeführt wurde, als gültig an, vorausgesetzt der Täufling tat echte Buße, glaubte an Jesus und machte sein Versprechen vor Gott und Menschen mit einem aufrichtigen Herzen.

Wir glauben, daß die Taufe eine volle Verantwortung und Mitgliedschaft in der lokalen Gemeinde mit sich bringt. Diese Verantwortung und Mitgliedschaft bleiben gültig, so lange das Mitglied am betreffenden Ort wohnt. Wenn es aber für einen guten Grund umziehen muß, haben wir es freizugeben und ihm zu erlauben, Mitglied einer anderen örtlichen Gemeinde zu werden. Alle getauften Mitglieder des Leibes des Herrn sollen einer erkennbaren christlichen Gemeinschaft angehören und in ihr tätig sein.

Wir glauben, daß die Wassertaufe nur geschehen soll, nachdem sie gewünscht wird – und wenn das passiert soll die Gemeinde die Kandidaten überprüfen und sicherstellen, daß sie verstehen, was Christsein und Mitgliedschaft in der Kirche bedeutet.

Wir taufen niemanden, der nicht völlig mit unserer Gemeinschaft übereinstimmt – der nicht bereit ist mit uns am Liebesmahl des Herrn teilzunehmen und sich den Brüdern und Schwestern in unserem gemeinsamen Leben hinzugeben.

Das Liebesmahl

Wenn wir Gemeinschaft mit Jesus haben, haben wir Gemeinschaft mit einander. Wir feiern dies im Liebesmahl (Kommunion mit Brot und Traubensaft), so oft es der Geist führt, durch das gesamte Jahr hindurch. Dies führt uns in eine Gütergemeinschaft – wir teilen unseren natürlichen Besitz genau so, wie wir das teilen, was wir glauben, und worauf wir hoffen.

Wir können das Liebesmahl nicht feiern, wenn wir uns nicht in geistlicher und materieller Einheit mit einander befinden – es sei denn, jede teilnehmende Person hat mit Wort und Leben bewiesen, daß sie zu Christus und zu jedem anderen gehört, der am Brot und Wein teilnimmt. Das Liebesmahl ist eine Feier der Gemeinschaft mit Christus – das Zeichen seines Königreiches. Wenn wir unwürdig, in Uneinheit oder mit unbekehrten Menschen daran teilnehmen, essen und trinken wir uns selber zum Gericht.

Lehre

Wir vertrauen Jesus als unserem perfekten Vorbild und ehren ihn als unseren König. Alles, was Jesus oder die Apostel lehrten oder taten, wollen wir ebenfalls lehren und tun. Alles, was sie ablehnten, lehnen wir ab.

Die Lehre von Jesus und den Aposteln (im Neuen Testament enthalten) ist unsere letztendliche Handlungsanweisung. Wenn immer es uns deutlich gemacht wird, daß wir davon abgewichen sind oder die Worte des Neuen Testamentes verdreht haben, damit sie zu unserem Lebensstil passen, tun wir Buße. Wir verpflichten uns, alles Notwendige zu verändern, wie viel es auch kosten mag, um unserem König Jesus zu gehorchen und nachzufolgen.

Errettung

Wir möchten unser Leben lang einen Geist der Buße bewahren – Gott dafür preisen, daß er uns aus der Sünde errettet und in das Königreich seines Sohnes gebracht hat, wobei wir unsere menschliche Natur (mit ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten) und unsere Verantwortung dafür anerkennen. Wir glauben, daß es möglich ist, ohne Sünde zu leben, vollkommen vor Gott zu stehen durch das Werk Christi, wir glauben aber auch, daß wir fallen können, und daß wir fortwährend wachen und beten müssen, um in ihm geborgen zu bleiben.

Wir glauben, daß Jesus das Licht der Welt ist, das alle Menschen, die in die Welt geboren werden, erleuchtet. Wir glauben, daß sein Geist zu allen Menschen und an allen Orten spricht, und daß er sie zu Gott ruft (auch wenn sie es nicht wissen oder ihn nicht erkennen können). Doch nur diejenigen, die auf seinen Ruf antworten, werden gerettet. Nur diejenigen, die suchen, werden ihn finden.

Apostel und Evangelisten, die von der Kirche ausgesandt werden, müssen den Suchenden helfen, den Weg zu finden. Wir können jedoch die Menschen nicht zum Suchen veranlassen. Das ist das Werk des Geistes.

Wir glauben, daß alle Kinder mit einer sündigen Natur geboren werden, seit Adam und Eva Gott ungehorsam waren und in die Sünde fielen. Wir glauben, daß Kinder von ungläubigen Eltern eine noch größere Last der geistlichen Unreinheit tragen können. Wir glauben jedoch, daß Gott sie dafür erst dann verantwortlich macht, wenn sie persönlich gesündigt haben (nachdem sie das Alter des Verständnisses erreicht haben und willentlich gegen Gott und ihr Gewissen handeln). Gott wird die Unschuldigen nicht für schuldig erklären oder Kinder für die Sünden ihrer Eltern richten.

Der Heilige Geist

Wir anerkennen den Geist Jesu (den Heiligen Geist) als Gott. Wir erwarten von allen Mitgliedern, daß sie die Frucht des Geistes hervorbringen und nach seinen Gaben streben. Wir anerkennen die Gaben der Heilung, der Prophetie, des Sprechens in Zungen und andere, die im Neuen Testament als Beweis des Wirkens Gottes unter uns genannt werden. Wir erkennen jedoch niemanden und nichts als „geistlich“ an, der oder das im Widerspruch zu der Ordnung des Neuen Testamentes steht.

Wir erwarten von allen Gläubigen, daß sie die gleiche Frucht des Geistes tragen, wir erwarten jedoch, daß der Geist ihnen unterschiedliche Gaben geben wird – entsprechend ihren Bedürfnissen und des Bedarfs der lokalen Gemeinde, der sie angehören.

Leitung

Wir glauben, daß der Heilige Geist uns in die Leitung und verschiedene Ämter der Gemeinde beruft. Diese Berufung wird vom geistgeführten Leib der Gläubigen erkannt und es wird entsprechend damit umgegangen. Wenn ein Bruder in unserer Mitte eine besondere Gabe besitzt, müssen wir das beachten und ihm helfen, sie einzusetzen. Auf diese Weise kann der Herr seine Gemeinde bauen.

Wir glauben, daß der Geist bestimme Männer beruft, die Gemeinde zu leiten. Wir respektieren sie und ehren ihre Arbeit. Jeder Leiter (Diener des Wortes) ist direkt Jesus verantwortlich. Doch glauben wir, daß jeder Leiter ebenso der Gemeinde Jesu (der lokalen Gemeinde) gegenüber verantwortlich ist, ebenso anderen Leitern gegenüber, so wie die übrigen Mitglieder untereinander verantwortlich sind. Aus diesem Grund trifft nicht ein Mann alleine Entscheidungen, die Auswirkungen auf die gesamte Gemeinde haben. Genauso wenig lehrt ein einziger Mann alleine oder ist alleine für die Verwaltung zuständig. Wir sehen es als nötig an eine Mehrzahl von Ältesten und Leiter in jedem Ort einzusetzen, wo eine Gemeinschaft gegründet wird.

Arbeit

Wir trachten danach, als Gemeinschaft die Arbeit unter allen Mitgliedern gleichmäßig aufzuteilen. Nicht jeder ist für jede Aufgabe geeignet, aber jeder muß auf seine Weise beitragen. Jede Person, die dazu in der Lage ist, muß mit der eigenen Arbeit für sich selbst und die Angehörigen sorgen. Familien sind für ihre Kinder verantwortlich, ebenso für die alten, körperlich oder auf andere Weise behinderten Menschen der Familie.

Wir ordnen uns in unserer Arbeit und den uns übertragenen Verantwortlichkeiten völlig den Entscheidungen der Bruderschaft unter.

Ehelosigkeit und Ehestand

Wir anerkennen den Dienst der alleinstehenden Brüder und Schwestern unter uns und ehren sie. Wenn sie sich entscheiden, allein zu bleiben, um dem Herrn zu dienen (oder wenn sie aus einem anderen Grund ledig leben wollen, zum Beispiel weil sie verwitwet, getrennt oder geschieden sind), verpflichten wir uns, sie zu unterstützen und für sie zu sorgen, so lange sie leben. Wir danken Gott für sie.

Dennoch glauben wir, daß Gott will, daß die meisten Menschen heiraten und Familien haben. Wir ermutigen offen zum Ehestand und verpflichten uns zu tun, was wir können, um unsere jungen Leute in den Ehestand zu führen. Wir ermutigen sie, passende Partner zu finden unter der Beratung ihrer Eltern und der Leitung der Kirche—während wir gleichzeitig von voller Verantwortung für die Wahl ausgehen, die sie getroffen haben, und vom Versprechen, zusammen zu bleiben, solange beide leben.

Wir erlauben unseren Mitgliedern nicht, eine Scheidung einzuleiten oder wieder zu heiraten, so lange der geschiedene Partner lebt.

Wenn geschiedene (oder geschiedene und wieder verheiratete) Menschen sich uns anschließen wollen, erwarten wir von ihnen, wie Ledige unter uns zu leben. Wenn sie Kinder großzuziehen haben, werden wir ihnen helfen dabei, so gut wir können. Ausnahmen, die diese Regel betreffen mögen, werden durch die Gesamtheit der Kirche entschieden, im Licht der Tatsachen und unter Führung des Heiligen Geistes.

Abhängig von der Situation, wenn geschiedene und wieder verheiratete Paare unsere Gemeinschaft besuchen, werden sie als Einzelgäste untergebracht.

Brautwerbung

Wir erwarten von unseren jungen Männern und Frauen, daß sie ihre Brautwerbung und ihre Heiratspläne auf eine völlig offene und ehrliche Weise verfolgen – nicht in Heimlichkeit, langen Zeitspannen alleine miteinander oder im Dunkeln, sondern mit den übrigen Geschwistern zusammen im Tageslicht.

Wir verstehen, daß Paare, die ihre Heirat planen, Zeit für einander benötigen, aber sie sollen sich von physischem Kontakt vor der Ehe fernhalten, und wir ermutigen sie, ihre Verlobung kurz zu halten. Wenn sie völlig überzeugt sind, daß der Herr ihre Ehe möchte, und wenn sie sich geistlich auf ihre Stellung als Ehemann und Ehefrau vorbereitet haben, sollten sie mit der Unterstützung ihrer Eltern und der Gemeinde die Ehe eingehen.

Wir verheiraten junge Männer und Frauen nicht ohne Zustimmung der Eltern, es sei denn, die Eltern sind aus ungültigen oder ungeistlichen Gründen gegen ihre Vereinigung. In diesem Fall richten wir uns nach dem Rat der lokalen Gemeinde. Wir glauben, daß die Ehe von Gott gestiftet ist, und daß ihre Verhinderung aus irgendeinem Grund, der nicht klar biblisch ist, eine Auflehnung gegen das Werk ist, das Gott unter uns tun möchte.

Kinder

Eltern haben die hauptsächliche Verantwortung, ihre Kinder in der Förderung und Mahnung des Herrn zu unterweisen. Doch erkennen alle Eltern in unserer Gemeinschaft an, daß wir aus uns selbst unzureichend sind. Unsere Kinder müssen ebenfalls in das Leben anderer, die Arbeit und die soziale Ordnung von etwas größerem als der natürlichen Familie, integriert werden. Aus diesem Grund vertrauen wir auch unsere Kinder Aufsichtspersonen, Lehrern und Arbeitsvorgesetzten außerhalb unserer Familienkreise an (jedoch nur innerhalb der Gemeinde).

Wir glauben, daß es unsere Verantwortung (und nicht die des Staates) ist, unsere eigenen Schulen zu betreiben, unseren eigenen Lehrplan zu erstellen und Brüder und Schwestern unserer eigenen Gemeinschaft als Lehrer und Vorbilder für unsere Kinder einzusetzen. Wir erwarten von allen Familien in unserer Gemeinschaft, daß sie die Arbeit der Schule unterstützen und mit ihr zusammenarbeiten.

Bei der Erziehung unserer Kinder zu Hause, in der Schule und im gesamten Bereich unserer Gemeinschaft benutzen wir Liebe und Züchtigung – auch körperliche Züchtigung wenn es notwendig ist. Wer seinem Sohn die Rute erspart, der haßt seinen Sohn. Die Eltern sind zuerst verantwortlich, diese Züchtigung auszuüben, aber wenn es notwendig ist, sind auch unsere Lehrer und Arbeitsvorgesetzten dafür verantwortlich, sie anzuwenden.

Wir halten es für wichtig, daß Familien während des Tages Zeit miteinander verbringen, zusammen essen, nach Möglichkeit zusammen arbeiten (Väter mit Söhnen und Mütter mit Töchtern), und daß sie die Abende zusammen zu Hause verbringen. Im Sommer erwarten wir, daß die Kinder um 8 Uhr im Haus bei ihren Eltern sind, im Winter noch früher. Wir erwarten, daß sie sich dort um die Bibel versammeln und zusammen singen und beten, bevor sie zu Bett gehen.

Wir glauben, daß Kinder Geschenke Gottes sind und heißen jedes einzelne willkommen, das der Herr uns gibt. Wir lehnen die Geburtenkontrolle ab, außer in Fällen von ernsthaften oder lebensbedrohenden Komplikationen.

Versammlungen

Am Tag des Herrn halten wir morgens einen Gottesdienst ab. Wir singen zusammen, mindestens zwei Brüder sprechen öffentlich (eine einleitende und eine Hauptbotschaft) und lassen in jeder Versammlung Zeit für Zeugnisse und Gebet.

Nachmittags am Tag des Herrn und am Mittwoch abend halten wir Versammlungen zum Bibelstudium ab. An jedem zweiten Abend erwarten wir, daß sich die Gemeinschaft um 17:45 Uhr zur Schriftlesung und zum gemeinsamen Gebet trifft. In diesen Versammlungen erwarten wir die aktive Beteiligung aller Anwesenden, im Gesang, im Gebet, im Mitteilen dessen, was der Herr ihnen auf das Herz gelegt hat.

Die Leiter unserer Gemeinschaft treffen sich an jedem Arbeitstag morgens, um die Planung für den Tag zu bestimmen und praktische Entscheidungen zu treffen. Einmal wöchentlich (am Samstag nachmittag) treffen sich alle Brüder, um das zu diskutieren und zu bearbeiten, was die gesamte Gemeinschaft betrifft.

Nur unsere Männer geben Anweisungen und teilen inspirierte Gedanken in unseren Gottesdiensten mit. Es stört uns nicht, wenn unsere Schwestern Fragen stellen, Zeugnisse geben, beten oder Bekenntnisse ablegen, wenn wir informell zusammenkommen, aber wir erlauben nicht, daß sie lehren oder Autorität über Männer ausüben.

Besondere Tage

In der Erinnerung an besondere Ereignisse im Leben unseres Herrn feiern wir seine Geburt, seine Auferstehung, seine Himmelfahrt, das Fallen des Heiligen Geistes zu Pfingsten und einige andere Tage. Wir teilen jedoch keine heidnischen Bräuche, die in der westlichen Gesellschaft diese Anlässe durchdrungen und verdorben haben (Weihnachtsbäume und Nikoläuse, Osterhasen und ähnliches). Wir kritisieren und richten auch nicht diejenigen, die diese besondern Tage nicht einhalten.

Wir erwarten, daß diese Feiertage genau wie alle anderen Tage des Jahres in Heiligkeit, wahrer Freude und Gottesfurcht begangen werden.

Ehrlichkeit

Wir bestehen auf absoluter Ehrlichkeit in Geschäftsvorgängen und in allem, was wir tun oder sagen. Dies schließt Ehrlichkeit beim Bezahlen der Steuern ein, den Zoll an internationalen Grenzen und das Einholen der Regierungsgenehmigungen für das, was wir in unserer landwirtschaftlichen Gemeinschaft errichten und anbauen.

Wir weigern uns, einen Schwur abzulegen, sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form – dies schließt den Fahneneid ein.

Wir erwarten von unseren Mitgliedern, daß sie gesetzestreue Bürger in allen Bereichen sind, in denen die Gesetze des Landes nicht mit Gottes Gesetzen zusammenstoßen.

Wir ehren, beten für unsere Regierung und arbeiten mit ihr zusammen, wo immer unser Gewissen es erlaubt.

Besuch und Mitgliedschaft in unserer Gemeinde

Wir heißen alle Suchenden willkommen, unsere Gemeinschaft zu besuchen – wenigstens ein Mal. Nachfolgende Besuche von längerer oder unbestimmter Dauer sollten beantragt und arrangiert werden. Lehrer von Doktrinen, die dem entgegenstehen, was wir lehren, oder Besucher, die dem, was wir glauben widersprechen oder es untergraben, sind nicht willkommen. Wir fühlen uns auch nicht verpflichtet, diejenigen zu empfangen, die aus ausschließlich intellektuellen oder akademischen Gründen zu uns kommen.

Bevor man kommt, um in unserer Gemeinschaft zu leben, müssen Übereinkünfte getroffen werden. Anträge auf Mitgliedschaft werden erstmalig bearbeitet, nachdem neue Bewohner acht Monate oder länger unter uns gelebt haben. Mitglieder werden aufgenommen, nachdem jeder in unserer Gemeinschaft mit ihrem Leben und Zeugnis einverstanden ist.

Zum Beginn der Mitgliedschaft überantworten neue Mitglieder ihren gesamten Besitz (ausgenommen Haushalts- und persönliche Gegenstände) der Gemeinde. Die Gemeinde kann die Güter behalten oder abgeben.

Verlassen der Gemeinschaft und Disziplinierung

Wenn ein Bruder, eine Schwester oder eine ganze Familie unsere Gemeinschaft verlassen möchten, erwarten wir, daß sie die Angelegenheit vor den Brüderrat bringen. Wenn die Brüder den Grund für das Verlassen als vom Herrn anerkennen, können wir nicht dagegen sprechen und lassen diejenigen frei ziehen.

Wir bestehen auf vollkommener Freiwilligkeit der Kirche Jesu Christi, und wir disziplinieren nicht automatisch diejenigen oder trennen uns nicht von denen, die uns verlassen.

Dennoch nehmen wir unsere Verpflichtung für einander ernst. Nachdem wir diese Verpflichtung eingegangen sind, sehen wir es nicht als vom Herrn gewollt, wenn wir einander aus trivialen Gründen verlassen, aufgrund einfacher Geschmacksfragen oder weil uns die Hingabe und Energie fehlt, einen Weg durch widrige Angelegenheiten zu finden, die auftreten mögen. Wenn Mitglieder unsere Gemeinschaft verlassen, um Teil zu nehmen an solchem, was wir nicht gutheißen oder empfehlen können, segnen wir ihr Scheiden nicht unbedingt. Wir entlassen sie dennoch freundlich und stellen ihnen nichts in den Weg, aber ihr Verhalten ist für uns ausschlaggebend, wie viel Kontakt wir mit ihnen haben können, und wie wir ihre Rückkehr als Besucher zu uns empfinden.

Wenn ein Mitglied in Rebellion oder Sünde geht, indem es seinen Bund mit Jesus und der lokalen Gemeinde bricht, halten wir diese Person „für einen Heiden und Fremdling“ und vermeiden Kontakt mit ihr, wenn sie nicht Buße tut.

Kirchenzucht ist nach unserer Überzeugung nur für die Unbußfertigen da. Auch während wir eine Person züchtigen (indem wir nicht so wie früher Kontakt mit ihr halten und nicht mit ihr essen) sind wir verpflichtet, sie im Geist Jesu zu ermahnen. Wenn wir einen solchen Menschen weiter lieben und freundlich aber bestimmt mit ihm umgehen, mag es sein, daß er zu Jesus und seiner Gemeinde zurückkehrt. Dies ist der einzige Grund für Gemeindezucht, und so bald dieses Ziel erreicht ist, ziehen wir die Disziplinierung vollständig zurück.

Wir glauben nicht an den Gebrauch der Kirchenzucht als Strafe oder „Buße“ für jemanden, der tun möchte, was richtig ist.

Wir glauben, daß Kirchenzucht nur auf Einzelne angewendet werden darf, nur dann, wenn besondere Fälle sie notwendig machen. Wir anerkennen und unterstützen keinerlei Disziplinierung die auf ganze Gemeinschaften oder Gruppen gerichtet sind.

Einheit

Wir glauben, daß jede lokale Gemeinde direkt Jesus verantwortlich ist. Wir sehen kein biblisches Beispiel für eine höhere Ebene der Autorität unter Christen als die der Lokalgemeinde. Wir glauben aber, daß lokale Gemeinden, in denen der Geist Jesu wirkt, sich nicht als „unabhängig” oder als die „einzige Kirche” betrachten werden. Jede Stadt im Königreich Jesu, genau wie jeder Haushalt in der Stadt, und jeder Einzelne im Haushalt, braucht die anderen.

Wir feiern unsere Einheit mit anderen Christen durch Gemeinschaft miteinander, indem wir Rat von einander suchen, und indem wir sie in ihrer Arbeit und ihrer Verkündigung des Evangeliums nach Möglichkeit unterstützen.

Je höher der Grad unserer Einheit in der Lehre und im Lebenswandel ist, desto enger und bedeutungsvoller wird unsere Gemeinschaft miteinander werden.

Verbindungen

Obwohl wir diejenigen respektieren, die Christus bekennen und anders leben als wir es tun – obwohl wir akzeptieren und ehren, was sie lehren und tun – verweigern wir enge Gemeinschaft mit denen, die sich der Welt gleichstellen.

Wir suchen unsere Gemeinschaft nicht unter solchen, die es rechtfertigen, daß Christen Kriegsdienst leisten, die sich weigern, sich von der Welt in wirtschaftlichen Dingen, in der Kleidung und im Lebensstil abzusondern, oder die sich gegen die Sitten des himmlischen Königreiches auflehnen. Wir können uns nicht mit denen verbinden, die in offenem Ungehorsam der Heiligen Schrift gegenüber leben.

Andererseits können wir nicht anders als uns mit allen zu verbinden, die Jesus nachfolgen und ihn mit einem ehrlichen Herzen suchen – ob sie nun äußerlich (kulturell oder sozial) viel mit uns gemeinsam haben oder nicht.

Es ist Jesus, der uns von allen trennt, die sich weigern, ihm zu folgen (unsere Verwandten, Freunde und frühere Bekanntschaften eingeschlossen) und uns mit denen eins macht, die seine Jünger geworden sind.

Die Kranken

Wir Glauben, daß Gott unseren Körper und unsere Seele in seiner Hand hält, und daß nur er uns heilen kann, wenn wir krank werden. Wenn jemand unter uns krank ist, ermutigen wir ihn, die Ältesten der Kirche zu rufen, damit sie ihn mit Öl salben und mit ihm beten, damit er geheilt wird.

Obwohl wir Gott allein die Ehre für unsere Heilung geben, nehmen wir medizinische Dienste in Anspruch, wo es notwendig ist. Wir erkennen an, daß Gott oft durch medizinische und chirurgische Mittel wirkt, um Kranke zu heilen.

Wir glauben, daß Krankheit und Tod als Resultat von Adams Ungehorsam entstanden sind; aber krank zu werden oder zu sterben bedeutet nicht, daß wir heute persönlich einer Sünde schuldig wären. Es bedeutet auch nicht, daß unser Glaube zu schwach für eine Heilung wäre. Es ist nicht Gottes Wille, daß Gläubige immer geheilt werden sollen, oder daß sie immer vor Krankheiten, Unfällen oder dem Tod bewahrt bleiben. Gott kann uns berufen, ihn durch unsere Krankheit oder dauerhafte Behinderung zu verherrlichen. Wenn er das von uns fordert, werden wir es geduldig und in Würde annehmen.

Wir erkennen die „Gabe der Heilung“ bei denen nicht an, die sich weigern, in der Weise Jesu und seines Königreiches zu leben. Wir gehen eher davon aus, falls solche Menschen Wunder bewirken, daß ihre Kraft vom Teufel kommt.

Wir weisen jegliche Art der Zauberei, nicht wissenschaftlicher Heilmethoden oder alternativer Medizin, die sich den Naturgesetzen widersetzt, zurück.

Frieden

In der Nachfolge Christi suchen wir, Böses mit Gutem zu vergelten, unsere Feinde zu lieben und keinen Widerstand gegen die zu leisten, die uns mißhandeln oder verachten.

Das bedeutet, daß wir keine Gerichte anrufen, um unsere Streitfälle zu schlichten. Wir würden uns eher von anderen ausnutzen lassen, als uns selbst zu verteidigen.

Wir können nicht in der Armee dienen oder uns mit dem Gott dieser Welt identifizieren, indem wir militärische Uniformen tragen, an militärischer Ausbildung teilnehmen oder den Eid ablegen, der für eine Aufnahme in die Streitkräfte notwendig ist.

Im Falle des Krieges oder der militärischen Mobilmachung würden wir unserem Land gerne auf jede Weise dienen, außer dem Beitritt zu den Streitkräften.

Gleichheit

Wir glauben, daß wir in der lokalen Gemeinde die Lasten des anderen tragen und alles teilen sollen – unsere Freude genau wie unsere Sorgen. Wir glauben, daß das, was einer hat, alle haben; woran einer leidet, leiden alle. Dies drücken wir in unserem gemeinschaftlichen Leben und in der Gütergemeinschaft aus.

Darüber hinaus können wir als Bürger des himmlischen Königreiches – Söhne und Töchter des Königs – ein anderes Leben nicht in Betracht ziehen. Wir glauben, daß das Reich Gottes, wie die anfängliche menschliche Gesellschaft, immer vollständig gemeinschaftlich war. Wir verstehen Geld, Besitztum, alle kapitalistischen und gottlosen sozialistischen oder kommunistischen Systeme als Resultat des gefallenen Menschen, seiner Bosheit und Habgier. Wir haben nur so viel mit der Wirtschaft der Welt zu tun, wie es gegenwärtig absolut notwendig ist.

Wir drücken unsere Gleichheit untereinander durch die Bereitschaft aus, einander die Füße zu waschen, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wusch. Dies mag als buchstäbliche, spontane Fußwaschung geschehen, aber viel häufiger wollen wir mit unserem Leben die Haltung Jesu ausdrücken, die dahinter steht. Dies dürfen wir, wenn wir Jesus folgen, jeden Tag und den ganzen Tag lang beispielhaft tun.

Sei es durch den Friedenskuß, die rechte Hand der Gemeinschaft oder mit einer freundlichen Umarmung - wir erwarten von unseren Mitgliedern, daß sie einander ehren und regelmäßig mit angemessenen Gesten der Liebe und Gemeinschaft grüßen.

Absonderung

Mit unseren Häusern, unserer Unterhaltung, unserer Kleidung, unserer Sprache – in jedem Bereich des Lebens – wollen wir uns mit Jesus und seinem Königreich identifizieren, dem wir angehören.

Wir haben den Gott dieser Welt verworfen und weigern uns, uns mit ihm zu identifizieren. Was unter den Menschen hoch angesehen ist, ist in Gottes Augen verwerflich. Daher möchten wir bescheiden in einfachen Häusern leben, deren gesamte Einrichtung praktischen Zwecken dient. Wir wollen schlichte Möbel benutzen, gesunde, einfache Mahlzeiten essen (so viel wie möglich aus selbst erzeugten Bestandteilen), und uns schlicht kleiden.

Wir lehnen die Mode der Welt bezüglich der Frisuren ab, ebenso unpraktische Kleidung und Dinge oder Kleidung, die zu nichts anderem dienen, als Aufmerksamkeit auf uns selbst zu richten.

Weil er heidnischen Ursprungs ist, und weil die Schrift dagegen spricht, Gold zu tragen, lehnen wir den Gebrauch eines Eherings ab.

Wir erwarten, daß unsere Frauen und Mädchen lange Haare tragen und sie in der Öffentlichkeit bedeckt halten (aus Gründen der Bescheidenheit, als Zeichen der Ordnung im Heim und in der Gemeinde, und wegen der Engel)

Aus Gründen des Anstandes tragen unsere Schwestern keine Hosen. Wir erwarten vielmehr von ihnen und den Brüdern, daß sie sich in einer einfachen, gleichen Weise kleiden.

Wir erwarten von jedem in unserer Gemeinschaft, daß er mit den elektronischen Geräten, die wir besitzen mögen (Computer, Radios, Musikanlagen und audio-visuelle Ausrüstung) in verantwortlicher und erbaulicher Weise umgeht. Eltern sind für den Umgang ihrer Kinder mit diesen Dingen verantwortlich.

Wir glauben nicht, daß unsere Familien oder unsere Gemeinschaft freien oder unbegrenzten Zugang zum Internet haben sollten.

Wir halten den Gebrauch des öffentlichen Fernsehens mehr für schädlich als gewinnbringend und lehnen seine Benutzung vollständig ab.

Schußwaffen, wenn sie bei uns gebraucht werden, dürfen niemals als Waffen der Selbstverteidigung betrachtet werden. Nur verantwortliche Menschen sollen sie benutzen, wo es notwendig ist.

Geld

Wir halten uns für verantwortlich bezüglich allen Geldes, das durch unsere Hände geht. Was wir für Dinge ausgeben, die wir nicht brauchen, rauben wir dem Menschen, der es nötig hätte.

Als Gemeinde geben wir willig von unserm Geld, wenn Not auftritt und wenn der Herr uns mit dem versorgt, was anderen fehlt. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten, wo wir anderen mithelfen können, nicht nur mit Geld, sondern mit unserer Zeit, unseren Mitteln und unseren Fähigkeiten. Wir wollen umsonst geben, was wir umsonst empfangen haben.

Wir glauben, daß wir nichts schuldig bleiben sollten außer der Schuld, einander zu lieben. Daher fühlen wir uns dafür verantwortlich, alles Geld, das wir borgen, zum vereinbarten Tag zurückzuzahlen und geliehene Gegenstände zurückzugeben, so bald wir sie nicht mehr für den jeweiligen Zweck benötigen.

Wir halten es für vereinbar mit unserem Glauben, Regierungsunterstützung für Programme anzunehmen, die dem Gemeinwohl dienen. Aber unsere Mitglieder beziehen keine Unterstützung für Arbeitslosigkeit oder Rente für das Alter. Wir geben unsere Alten auch nicht an Altersheime ab. Wir glauben nicht, daß es richtig wäre, unsere Verantwortung für einander durch Abhängigkeit von Hilfe von Außen zu schmälern.

Alle unsere Mitglieder, ob neu eingetroffen oder seit langem dabei, müssen bezahlen, was sie an Steuern, Rechnungen oder Kosten für Dienstleistungen oder Waren schuldig sind.

Der Besitz von einigen Versicherungspolicen ist von unserer Regierung gefordert. Andere Vereinbarungen über Hilfe im Falle eines Feuers, Unfalls oder Dürre mag gute Verwaltung dessen sein, was der Herr unserer Fürsorge anvertraut hat. Aber „verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn weicht!“ Und „gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verläßt und dessen Zuversicht der Herr ist!“

Wir glauben, daß der Herr uns, seinen Kindern, erlaubt, Beschwernis und Armut zu unserem Besten zu erleiden. Jesus war arm. Er wirkte unter den Armen und sprach seinen Segen über sie aus. Aber er verfluchte die Reichen, und er sagte, daß ein Kamel eher durch das Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

Wir betrachten materiellen Erfolg nicht als ein Zeichen des Segens Gottes oder materielle Not als ein Zeichen seines Mißfallens.

Die Zukunft

Wir glauben, daß alle Dinge im Himmel und auf der Erde wiederhergestellt werden, wenn Jesus wiederkehrt. Das heißt, daß alles so sein wird, wie Gott es gemeint hat, als er die Welt erschuf.

Wie all das geschehen wird, und wie sich die Ereignisse der Endzeit entwickeln werden, ist uns nicht völlig klar. Die Bibel macht es nicht deutlich, weil es Dinge gibt, die wir nicht wissen sollen, bis sie geschehen.

Aus diesem Grund weisen wir Spekulationen über Ereignisse der Endzeit, die Wiederherstellung Israels, das Tausendjährige Reich und die „Entrückung” der Kinder Gottes ab. Das „Israel Gottes“ (diejenigen, die nicht „äußerlich Juden sind, sondern inwendig dem Geiste nach“) ist das erwählte Volk Gottes nach dem neuen Bund. Diejenigen, die an Jesus glauben und für ihn leben, diejenigen, die mit ihm regieren werden, sind die „Kinder Abrahams“ unserer Tage, und viele von denen, die sich Juden nennen, gehören tatsächlich zur „Synagoge Satans“.

Wir glauben, daß die einzige Möglichkeit für einen Juden, Erbe der Verheißung, ein Kind Gottes, oder ein Bürger in seinem himmlischen Königreich zu werden darin besteht, Buße zu tun und an Jesus Christus zu glauben. Alle Juden können errettet werden, aber alle, die Jesus ablehnen, lehnen Gott ab und verwirken ihren Anspruch auf die Verheißungen Gottes an ihre Vorfahren.

Wir glauben, daß das Reich des Messias ein geistliches Königreich ist, das diesen Planeten, die Himmel, das Universum und alle Dinge darin einschließt, nicht nur eine irdische Nation (die Nation Israel), errichtet mit Kampfflugzeugen, Panzern, Bomben und Kanonen. Wir glauben, daß das Königreich bereits gekommen ist, daß es aber mit unaussprechlich größerer Macht und Frieden erscheinen wird, wenn die Schöpfung wiederhergestellt werden wird und Jesus unter uns erscheint, um auf der Erde zu regieren.

Anstatt über weltliche Politik oder Ereignisse der Geschichte zu spekulieren ermutigen wir unsere Mitglieder, zu wachen und zu beten, weil wir nicht den Tag oder die Stunde kennen, zu der der Herr wiederkommen wird.

Wir glauben, daß wir alle vor dem Richterstuhl Christi stehen werden. Gemäß dem, was wir getan haben, werden wir in Ewigkeit mit Christus in einer völlig wiederhergestellten Schöpfung leben, in neuen Himmeln und einer neuen Erde, wo die Gerechtigkeit wohnt – oder wir werden mit Satan in die Hölle geworfen.


Anmerkung zu dieser Erklärung

Als Bruderschaft in Elmendorf verpflichten wir uns, diese Erklärung über das, was wir glauben und wie wir leben, mindestens einmal pro Jahr zu überarbeiten. Wenn uns weitere Erkenntnis gegeben wird, wenn mehr Informationen zu einem Thema notwendig werden, oder wenn wir eine Position im Licht der Schrift und unter der Leitung des Geistes verändern müssen, werden wir das tun.

Unsere letztendliche Richtschnur ist die Lehre Jesu Christi und der Apostel, wie sie im Neuen Testament gegeben ist. Auf dieser Grundlage ehren und akzeptieren wir unsere eigenen Schriften wie die Rechenschaft unsrer Religion, Lehre, und Glaubens, geschrieben von Peter Riedemann in Marburg in Deutschland (1540-41), die Fünf Artikel geschrieben von Peter Walpot in Mähren (1545-47), und die Brüderliche Vereinigung, zusammengestellt in Schleitheim in der Schweiz 1527.

Denn wir schämen uns des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte wird seines Glaubens leben.“ (Römer 1:16-17)